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Trier | Aufräumen nach dem Debakel | 06.02.2009

ANTIKENFESTSPIELE TRIER: FLUCHT NACH VORN

Trier – Nachdem die Antikenfestspiele 2009 nicht über das Planungsstadium hinaus gekommen waren, konzentrieren sich die Veranstalter nun auf die Vorbereitungen für das Festival im Sommer 2010: Gerhard Weber, künstlerischer Leiter der Antikenfestspiele und seit 2004 Intendant am Theater Trier, will das Festspielprogramm für 2010 bereits im kommenden Frühjahr präsentieren. Die gewonnene Zeit, so Weber weiter, wolle er "konstruktiv nutzen, um die künstlerischen, logistischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu diskutieren und Lösungs-modelle für eine langfristig gesicherte Zukunft zu finden."
Die Antikenfestspiele 2009 waren bereits im Dezember 2008 abgesagt worden. Grund für die überraschende Entscheidung waren schon länger schwelende Unstimmigkeiten zwischen Veranstaltern, Stadt und Sponsoren, die im Anschluss an die Präsentation des geplanten Programms offen zutage traten: Stadtvorstand und Sponsoren zeigten sich alles andere als begeistert. Selbst die Industrie- und Handelskammer (IHK) meldete sich zu Wort: Das Programm – eine neu inszenierte Nabucco-Wiederholung, das ukrainische Staatsballett mit „Spartacus“ und ein „Ben Hur“-Stummfilm-Konzert – erfülle nicht die Mindestanforderungen für „richtige“ Festspiele nicht.
Für Gerhard Weber, künstlerischer Leiter der Antikenfestspiele und seit 2004 Intendant am Theater Trier, ist der gescheiterte Anlauf vor allem Folge von Kommunikationspannen: Er räumte ein, dass es aufgrund des Termindrucks nicht gelungen sei, den „Partnern das Programm vorweg ausreichend zu kommunizieren“ – und hat die Präsentation der Planungen 2010 bereits für dieses Frühjahr angekündigt.


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