![]() |
![]() |
![]() |
|
Privat übernachten
Rund 100.000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter des Kirchentages in Bremen. 5.000 von ihnen kommen bei privaten Bettenspendern unter, weil sie für die Zeit vom 20. bis 24. Mai ein freies Bett bereithalten. Weil das aber wohl nicht reichen wird, suchen die Veranstalter weitere freie Betten. Wer welche anbieten möchte, kann die Schlummernummer 04 21/43 48 32 00 anrufen oder sich online melden. Wer ein Bett sucht, kann dies bei der Anmeldung zum Kirchentag angeben.
St.Petri-Dom & Roland
Umrahmt von alten Giebelhäusern steht der St.-Petri-Dom auf dem höchsten Punkt des Hügels, von dem die Geschichte Bremens ihren Ausgang nahm. Dort fühlt sich der Besucher in die mittelalterliche Hansestadt zurückversetzt. Nicht weit hiervon, direkt auf dem historischen Marktplatz mit dem gotische Backsteinbau des Rathauses im Stil der Weserrenaissance wacht seit 1404 Wahrzeichen „Roland“ über die Freiheit der Stadt. Gemeinsam gehören Statue und Rathaus zum Kulturerbe der UNESCO.
Schnoor
Kleine Gassen und schmale, schiefe Häuser prägen das Bild des ältesten Bremer Stadtviertels, dem Schnoorviertel. Einst das Zuhause der Flussfischer, Handwerker und Gewerbetreibenden, beherbergt das Viertel heute exquisite Läden, nostalgische Kneipen, Restaurants und kuschelig-behagliche Cafés. Übrigens: Der Begriff Schnoor kommt ursprünglich von „Schnur“ und spielt auf die kleinen, wie an einer Schnur angereihten Häuser an.
Science Center
Seit seiner Eröffnung im September 2000 strömen täglich rund 1.300 Besucher in das in seiner Architektur einzigartige Gebäude, um dort in die Welt der Wissenschaften einzutauchen. An 200 größtenteils interaktiven Exponaten, Simulationsgeräten, Video-Installationen und spielerischen Inszenierungen können die Besucher die Erde, den Menschen und den Kosmos erkunden.
Mehr Information
Bremer Touristik-Zentrale Findorffstraße 105
28215 Bremen
Telefon 04 21 / 30 800 10
Fax 0421 / 30 800-30
www.bremen-tourism.de
Bremen, 20.3.2009 Woher kommt der Mensch? Wo ist sein Platz in der Schöpfung? Woher kommt die Freiheit? Menschen, die Antworten auf diese existenziellen Fragen suchen, werden im Mai vielleicht dort fündig, wo Frings & Co sonst die Kugel rollen lassen: im AWD Dome der Hansestadt. Dort findet vom 20. bis 24. Mai unter dem Motto "Mensch, wo bist Du" der 32. Evangelische Kirchentag statt.
Dass ein Kirchentag in der Hafenstadt das Thema „Gerechter Welthandel“ in den Blick rückt, liegt nahe. „Bremen lebt vom weltweiten Handel“, sagt Henner Flügger, Kirchentagsbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche. Daher sei die Stadt ein idealer Standort, um über die Frage zu diskutieren, wie globaler Handel gerechter gestaltet werden kann, „gerade auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanzkrise“.
Alles andere als selbstverständlich ist hingegen der Veranstaltungsort: Schauplatz der meisten Veranstaltungen ist die Cap San Diego, das größte fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt. Das freilich wäre ohne Unterstützung des Verbands Deutscher Reeder und des Bremer Rhedervereins kaum möglich gewesen: Sie holen die Cap San Diego, die normalerweise in Hamburg liegt, in die Überseestadt. Michael Vinnen, stellvertretender Vorsitzender des Rhedervereins, freut sich schon jetzt auf den Tag, an dem das Schiff in Bremen anlegt. "Es ist schön, mit der Cap San Diego für einen der Höhepunkte des Kirchentages sorgen können“, sagte er.
An Bord werden die Besucher aber auch erfahren, dass das Matrosendasein wenig bis gar nichts mit Seefahrerromantik zu tun hat. Viele Seeleute sind direkt von der Wirtschaftskrise betroffen, nicht wenige kommen aus Schwellenländern und stehen unter einem enormen Druck, weil ganze Familien an ihrem Einkommen hängen. Hinzu kommt je nach Fahrgebiet die wachsende Gefährdung durch Piratenüberfälle.
Auf Cap San Diego kommt aber auch eine ganz andere Variante der Piraterie zur Sprache: Biopiraten entern keine Schiffe, sondern traditionelle ethnische Ökonomien, wenn sie deren botanisches Know-how mit Hilfe des Patentrechts privatisieren und dann durch Lizensierungen Kasse machen. Berend Hartnagel, Mitglied der Kirchentags-Projektleitung für das Zentrum Welthandel, sieht in dem Kirchentag eine geeignete Plattform, um das postmoderne Bauernlegen anzuprangern: „Wir wollen die Folgen der Biopiraterie aufzeigen und Menschen für dieses Thema sensibilisieren“, sagt Hartnagel. „Der Kirchentag ist dafür eine gute Plattform.“