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Huskys in Aktion – Schlittenhunderennen locken auch in Deutschland viele Fans an die Trails
Copyright: Tourist Information Todtmoos

Der Winter ist hier zwar längst nicht so streng wie in ihrer Heimat – aber sobald die Temperaturen niedrig genug sind, ist auch in Deutschland Saison: Seit Mitte der 1970er Jahre treten Huskys und ihre Herrchen auch zwischen Harz und Allgäu bei Schlittenhunderennen gegeneinander an.

Schwarzwald | 24./25.1.2009
Rennen um die Meiserschaft

Als am 3. Februar 1973 erstmalig 16 Musher in Todtmoos im Schwarzwald an den Start gingen, konnte noch niemand ahnen, welchen Boom dieses Rennen in den Jahren danach auslösen sollte. Zwei Jahre später kämpften hier beim ersten internationalen Schlittenhunderennen im Januar 1975 bereits 25 Gespanne aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden um den Titel.
Heute ist Todtmoos Austragungsort der Internationalen Deutschen Meisterschaft, dem „Schwarzwald-Cup“: Am 24. und 25. Januar 2009 lockt das Internationale Schlittenhunderennen wieder zahlreiche Schlittenhundefreunde an den Trail in Todtmoos-Schwarzenbach.

Musher-Diplom für Husky-Fans

Schlittenhundefreunde können in Todtmoos nicht nur zuschauen, sondern auch lernen, wie man mit Huskys umgeht und sie dazu bringt, in die selbe Richtung zu laufen. Wie es geht, erfährt man beim Musher-Diplom.

Sauerland | 21./22.2.2009
Hier geht's um die Wurst

Vom 21. bis 22. Februar 2009 geht es am Kuhlenberg in Winterberg im Sauerland für die teilnehmenden Musher und ihre Hunde wieder „um die Wurst“. Die Strecke führt über die Kuhlenbergloipe. Der Rennplatz, der sogenannte Stake Out-Platz, der gleichzeitig Start- und Zielplatz sowie Stellplatz für die Gespanne ist, liegt direkt vor dem Winterberg an der B 480. Während die Tourist-Information Winterberg als Veranstalter für das Drumherum zuständig ist, richtet der Niedersächsische Schlittenhundesportverband e.V. das Rennen aus .

Harz | 17. / 18.1.2009
Wettkampf auf der Waldschneise

Bereits zum 18. Mal wird das Internationale Schlittenhunderennen in Benneckenstein/Harz ausgetragen. Ort des Geschehens ist die „Waldschneise“ oberhalb des Ortes. Das Rennen findet an beiden Tagen zwischen 10.30 Uhr und 15.30 Uhr statt und gilt als Wertungslauf zur Norddeutschen Meisterschaft. Bleibt der Schnee aus, wird das Rennen als Schlittenhunde-Wagenrennen durchgeführt. Unter den Startern befinden sich 11 aktuelle Europameister mit den Platzierungen 1–3, 21 Starter aus der Deutschen Nationalmannschaft und 3 Internationale Meister mit bis 10–12 Hunden vor dem Schlitten.

Ganz so populär wie in Alaska und Kanada sind die Rennen hierzulande zwar noch nicht, bei den Klassikern strömen aber immer mehr Hunde-Fans an die Rennstrecke: Wenn die Huskys in Vierer-, Sechser-, Achter- und Zwölfer-Gespannen um die Wette hecheln, sind beim Schwarzwald-Cup in Todtmoos, am Kuhlenberg im Sauerland oder am Harzer Benneckenstein oft Tausende von Zuschauern mit von der Partie.

Schnee gehört zu einem richtig zünftigen Rennen zwar unbedingt dazu, es geht aber auch ohne: Hält sich die weiße Pracht in Grenzen oder fehlt sie gar ganz, lassen sich die Hunde von ihrem Gepannführer, dem sogenannten Musher, auch bereitwillig vor einen Rollwagen spannen. Nicht egal ist ihnen hingegen die Temperatur – es muss kühl genug sein, damit die Tiere bei Spitzengeschwindigkeiten von 40 km/h und Renndistanzen zwischen zehn und 36 Kilometern nicht überhitzen.

Grundsätzlich laufen und rennen Huskys gerne. Entsprechend angespannt und rennlustig sind sie auch vor dem Start. Jeder Hund muss vor dem Rennen registriert werden und trägt einen winzigen Chip im Halsbereich. Dadurch wird unter anderem sichergestellt, dass kein Hund während des Rennens ausgetauscht wird. Gegen die subjektiven Kriterien der „Knuddelwertung“ ist freilich auch die Mikroelektronik machtlos: In der Publikumsgunst liegen die plüschigen „Sibirian Huskys“ meist ganz vorne – vor ihren kurzhaarigen Artgenossen aus Alaska und ihren schlappohrigen europäischen Verwandten.

ZÜNFTIG: HORNSCHLITTEN IM GRENZBEREICH

TaBild: Hornschlittenverein Partenkirchen e. V.usende Zuschauer fiebern mit, wenn die fast 400 waghalsigen Piloten in Viererteams auf ihren hölzernen Gefährten mit bis zu 100 Stundenkilometern den Hang hinabrasen und um den Titel des Bayerischen Meisters kämpfen. Die Rennstrecke ist ein Klassiker: Der 1,2 km lange "Hohe Weg" führt von der Partnachalm bis vor die Tür des Vereinsheims des Hornschlittenvereins Partenkirchen.

Seinen Namen verdankt der Hornschlitten den gamsförmigen Kufen. Der zwei bis drei Meter lange Schlitten diente den Bergbauern einst als Arbeitsgerät. Sie transportierten damit Heu von abgelegenen Almen ins Tal oder beförderten geschlagenes Holz zum Hof. Viele der in Garmisch-Partenkirchen teilnehmenden Gefährte sind Originale und oft mehr als 60 Jahre alt.
Das Rennen wird am 6. Januar an der Partnachalm gestartet und bietet dem Publikum bis in den Nachmittag hinein eine Mischung aus spannender Sekundenjagd und winterlicher Pistengaudi.

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