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MEHR UNTERGRUND

Berchtesgaden:
Salzkammern statt Watzmann

Schon seit 1517 wird im Salzbergwerk Berchtesgaden Steinsalz abgebaut. Heute ist das Bergwerk nicht nur ein Industriebetrieb, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel, das rund 400.000 Gäste pro Jahr anlockt. Neu im Programm: die SalzZeitReisen durch die 260 Millionen Jahre alten Lagerstätten ...

Schwäbischen Alb:
Deutschlands größte Höhlendichte

Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Höhlen wie auf der Schwäbische Alb: Mehr als 2.500 sind kartografiert, viele werfen aber immer noch Rätsel auf. Der Verlauf der jungen Donau von ihrer Versickerung bei Fridingen bis zu ihrem Austritt im knapp 12 Kilometer entfernten Aachtopf ist immer noch nicht bis ins Detail geklärt ...

Harz: Gruben,
Stollen, Tropfsteinhöhlen

Seit dem 15. Jh. füllten Kupfer, Blei und Zink aus dem Harz die Taschen der Fürsten: Das norddeutsche Mittelgebirge galt als Europas wichtigstes Abbaugebiet von Kupferschiefer. Geblieben sind unzählige Stollen und viele Besucherbergwerke sowie eine Handvoll Museen. Sie vermitteln einen Eindruck davon, mit welcher Mühe die Bergleute dem Gestein die Minerale abtrotzten ...

Kanalisation & U-Bahn-Tunnel:
Im Bauch der Großstädte

Die Besichtigung historischer Kelleranlagen gehört seit Jahren zu den Klassikern. Relativ neu in der Angebotslandschaft sind Ausflüge in U-Bahn-Schächte, Rohrleitungssysteme oder die Kanalisation – Ziele, die eigentlich fast alle den selben Ahnen haben: Die Wiener Kanalisation, die durch Orson Wells' Klassiker "Der dritte Mann" weltbekannt wurde. ...

Fränkische Schweiz: Die ersten Touristen wollten Höhlen sehen

Die ersten Touristen kamen nicht um schroffe Felsen zu besteigen, sondern um Höhlen zu besichtigen: Im Jahr 1774 lockte der Pfarrer Johann Friedrich Esper mit seinem Führer zu den unterirdischen Labyrinthen der Fränkischen Schweiz die ersten Reisenden in die Region ...

PERSPEKTIVWECHSEL

copyright:Teufelshöhle, Fränkische Schweiz

REISEN IN DEN DEUTSCHEN UNTERGRUND

Reiseziel Untergrund

Spannende Perspektiven: Deutschland von unten

Wenn vom „deutschen Untergrund“ die Rede ist, denken die meisten hierzulande entweder an Politik oder an Musik – den Deutschen Herbst oder Gangster Rap, der so tut, als sei das Pflaster in Berlin mindestens so hart wie in der South Side von Chicago. An Urlaub denkt hingegen so gut wie keiner.
Dabei würde es sich lohnen. Denn unter dem Pflaster der Republik liegt nicht nur der Strand, sondern vor allem viel touristisches Neuland: Kanalisationssysteme, Eisenbahntunnel, Katakomben und Krypten warten nur darauf entdeckt zu werden; Bergwerke, Stollen, Höhlen und Bunker eröffnen Ansichten und Einblicke, die selbst Deutschland-Experten überraschen.
Das Reiseland Deutschland jedenfalls zeigt sich auch unterirdisch von seiner besten Seite. Ganz egal ob in der Atta-Höhle im Sauerland, dem Erzbergwerk Rammelsberg im Harz, den Flözen unter dem Ruhrgebiet, den Karsthöhlen auf der Schwäbischen Alb, der Kanalisation von München oder den ICE-Tunneln durch den Thüringer Wald: Die unterirdischen Ausflugsziele bieten spannende Perspektiven und bleibende Eindrücke.
Das gilt immer öfter auch für den städtischen Untergrund. Hamburg, Berlin, Köln, Nürnberg, Stuttgart oder München führen ihre Gäste gern in den urbanen Untergrund – auch wenn der noch längst nicht so prominent ist wie die Wiener Kanalisation seit Orson Wells’ Klassiker „Der Dritte Mann“.

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