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Fränkische Schweiz: Die ersten Touristen wollten Höhlen sehen
Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Höhlen wie auf der Schwäbische Alb: Mehr als 2.500 sind kartografiert, viele werfen aber immer noch Rätsel auf. Besonders faszinierend ist der Verlauf der jungen Donau von ihrer Versickerung bei Fridingen bis zu ihrem Austritt im knapp 12 Kilometer entfernten Aachtopf.
Die Schwäbische Alb zeigt sich nicht nur Reisenden sondern auch für Geologen von zwei Seiten: Am nordwestlichen Albtrauf dominieren steile Hänge, schroffe Felse und enge Täler, die sich bis auf die Albhochfläche hinaufziehen. Im südöstliche Teil geht sie fast unmerklich ins Alpenvorland über. Geologen wissen warum: Das Mittelgebirge gehört einerseits zur Tafeljuralandschaft zwischen Basel und Nördlinger Ries, andererseits zum Südwestdeutschen Schichtstufenland.
Wie auch immer: Mit über 2.500 bekannten Höhlen zählt das Karstgebiet Schwäbische Alb zu dem wohl höhlenreichsten Gebiet Deutschlands und birgt noch heute viele unterirdische Unbekannte. Eine der Prominentesten ist mit Sicherheit der Weg der jungen Donau von ihrer Versickerung bei Fridingen bis zu ihrem Austritt im Aachtopf, bei dem die Donau phasenweise zu einem Nebenfluss des Rheins wird. Aber auch andere Flüsse wie die Elsach, die aus der Falkensteiner Höhe enspringt, haben in den Höhlensystemen der Schwäbischen Alb ihren Ursprung.
Einige Höhlen sind jedoch als Schauhöhlen ausgebaut und gefahrlos zu begehen. Hierzu zählen unter anderem die Bährenhöhle bei Sonnenbühl, die Charlottenhöhle in Giengen a. d. Brenz-Hürben, die Kolbinger Höhle bei Kolbingen, die Nebelhöhle in Sonnenbühl-Genkingen oder die Wimsener Höhle bzw. Friedrichshöhle in Hayingen-Wimsen. Die Mehrzahl freilich sind als Naturdenkmäler ausgewiesen und deshalb nur beschränkt oder überhaupt nicht zugänglich ganz abgesehen von denjenigen, in denen Laien sowieso nichts verloren haben.
Seit Ende 2001 hat der GeoPark Schwäbische Alb die Aufgabe übernommen, die geologisch und geomorphologischen Phänomene dieser Region nach innen und außen bewusst und erlebbar zu machen.