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DAS WEBMAGAZIN FÜR URLAUB IN DEUTSCHLAND | ![]() |
Berchtesgaden:
Salzkammern statt Watzmann
Schwäbischen Alb:
Deutschlands größte Höhlendichte
Harz: Gruben,
Stollen, Tropfsteinhöhlen
Fränkische Schweiz: Die ersten Touristen wollten Höhlen sehen
Die Besichtigung historischer Kelleranlagen gehört seit Jahren zu den Klassikern. Relativ neu in der Angebotslandschaft sind Ausflüge in U-Bahn-Schächte, Rohrleitungssysteme oder die Kanalisation Ziele, die eigentlich fast alle den selben Ahnen haben: Die Wiener Kanalisation, die durch Orson Wells' Klassiker "Der dritte Mann" weltbekannt wurde.
Hoch hinaus geht es bei Städtebesichtigungen seit eh und je: Kein Kirchturm der unbesichtigt bliebe, keine Burg, die bei Führungen nicht erklommen würde.
Vor die Großstädte bieten mittlerweile aber auch andere Perspektiven: Expeditionen in die Tunnelröhren der städtischen U-Bahn oder durch die plätschernde Kanalisation haben zwar immer noch Exotenstatus, gehören aber längst zum Repertoire.
Was nicht bedeutet, dass klassische Ziele wie historische Kelleranlagen nichts mehr zu bieten hätten: Sie sind in vielen Fällen mit großem Aufwand konserviert und teilweise auch der Öffentlichkeit zugänglich gegemacht worden.
In der Regel bestehen diese Kelleranlagen aus einem Komplex mehr oder weniger verbundener Systeme von Kellerräumen, labyrinthartigen Verbindungsgängen, unterirdischen Lagerräumen, alten Brunnen und historischer Kanalisation. Aber auch Gewölbe und Katakomben, Krypten und Beinhäuser sind oftmals vorzufinden. Im Mittelalter dienten sie vornehmlich der Lagerung von Waren, Nahrungsmitteln und der Sicherung des Wasservorrats. In Kriegszeiten wurden sie zum Zufluchtsort für Menschen und zur Lagerstätte von kostbaren Besitztümern, die nicht in die Hände des Feindes fallen sollten. Die Zugänge zu diesem unterirdischen Labyrinth finden sich in der Regel in den Kellern historischer Bürgerhäuser, dem Rathaus oder der Festung, aber auch in Kirchen, Klöstern und Brauereien.